CDU fordert mehr Wertschätzung der Gesellschaft für Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren

NRW-Innenminister Reul zu Besuch in Emsbüren

Emsbüren – Um die Zukunftsentwicklung des Feuerwehrwesens ging es kürzlich bei einem prominenten Besuch des neuen nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) bei der Feuerwehr Emsbüren. Er war auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann und des Lingener CDU-Landtagskandidaten Christian Fühner ins Emsland gekommen. Teilnehmer in der Runde war ebenfalls der hiesige Europaabgeordnete Jens Gieseke aus Sögel.

 

 

 

Bildunterschrift:
Über den Besuch des NRW-Innenminister Herbert Reul (7. v. l.) bei der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren freuten sich der CDU-Landtagskandidat Christian Fühner (4. v. l.) und der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann (3. v. l.) sowie der Europabgeordnete Jens Gieseke (6. v. l.).

 

Mit einer einzigen Feuerwehr in der über 10.000 Einwohner zählenden und circa 140 km² umfassenden Gemeinde beschreitet die Feuerwehr Emsbüren ein breites Aufgabenspektrum, wie Gemeindebrandmeister Marco Lögering eingangs den Gästen präsentierte. Zuvor hatte Bürgermeister Bernhard Overberg die Christdemokraten begrüßt.

 

Besonderes Interesse zeigte Innenminister Reul an Lögerings Aussagen zur Gemeinde- und Landesgrenzen übergreifenden Zusammenarbeit. "Wir müssen auch bei Einsätzen mehr und mehr über unsere Gemeindegrenzen hinwegdenken", erklärte Lögering und verwies beispielsweise auf Übungen mit der Feuerwehr Ochtrup (NRW) und Einsätzen auf den naheliegenden Autobahnabschnitten.

 

Weitere Themen waren der Neubau des Feuerwehrgebäudes in Emsbüren sowie die Nachwuchsarbeit mit der örtlichen Jugend- und Kinderfeuerwehr. Es gab aber auch kritische Töne zur Verteilung der finanziellen Mittel zur Anschaffung von Fahrzeugen. So könne es nicht sein, dass für den Katastrophenschutz vorgehaltene Fahrzeuge erst wegen Untauglichkeit abgemeldet werden müssen, bevor ein neues beantragt werden kann, welches im schlimmsten Falle erst einige Monate oder Jahre später bewilligt wird. Die Übergänge müssen deutlich schneller gehen, damit auch dauerhafter Schutz gewährleistet werden kann. Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann nahm diese Anregung auf und wolle dies in Berlin nochmal deutlich anmahnen. Auch Minister Reul versprach diese Thematik mit dem Bundesinnenminister zu besprechen.

 

Reul sieht die Freiwilligen Feuerwehren vor großen Herausforderungen (z.B. in der Nachwuchsarbeit) stehen, setzt aber weiterhin auf das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder. "Ihre Leistungen für die Sicherheit der Bürger werden in der Gesellschaft unterschätzt, obwohl die Gesellschaft ihre Sicherheit gewährleistet sehen will", warb Reul für mehr Wertschätzung für das Feuerwehrwesen. Er selbst sehe sich in seinem Amt eben auch als Feuerwehrminister.

 

CDU-Landtagskandidat Christian Fühner dankte dem NRW-Innenminister für den Besuch in Emsbüren. "Dass die Feuerwehr Emsbüren ein neues, hochmodernes Gebäude erhält, zeigt den hohen Stellenwert, den die Kameradinnen und Kameraden hier vor Ort genießen", so Fühner. Ohne diese äußeren Bedingungen könne die Arbeit der Feuerwehr nicht funktionieren.