„Kühe sind unsere Mitarbeiter“

Stegemann und Fühner betonen die Wichtigkeit des Tierwohls in der Landwirtschaft

Bawinkel/Lingen – Die CDU im Stadtverband Lingen (Ems) hat im Rahmen ihres Sommerferienprogramms den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Lübbers in Bawinkel besucht und dabei intensive Einblicke im Bereich der Tierhaltung erhalten.

 

 

 

 

Landwirt Norbert Lübbers begrüßte die knapp 40 Besucher auf seinem Hof und stellte die wesentlichen Eckdaten seines Betriebes vor. So sei der Hof Lübbers erst seit 1983 ein Vollerwerbsbetrieb und habe sich stetig weiterentwickelt. „Dabei sind wir als Familie unternehmerische Risiken eingegangen. Die Entscheidung dazu haben wir aber immer gemeinsam getroffen“, so Lübbers.

 

Auf dem Hof sind aktuell ca. 700 Tiere in Ställen untergebracht, mit denen Lübbers die gesamte Zucht von Kälbern durchführt. Gut 250 Kühe geben aktuell Milch. Der Landwirt bezeichnete seine Kühe als „Mitarbeiter“, die er selbstverständlich gut pflegen würde. Zudem hat Lübbers eine Biogasanlage in Betrieb, mit der er das Nährstoffmanagement und die Gülleverarbeitung betreibt.

 

Lübbers erläuterte den Gästen zudem, welch rasante Entwicklung in der Landwirtschaft stattgefunden hat. Er habe das Melken mit den eigenen Händen noch viele Jahre mitgemacht, heute übernehmen das vier Roboter. Dass Landwirtschaft auch wirtschaftlich funktionieren müsse, dürfe in der Entwicklung auch in der Politik nicht vergessen werden. Lübbers gab der Politik noch einen weiteren Punkt mit auf den Weg: Ihm und vielen seiner Berufskollegen sei es wichtig, dass die Politik nicht alles überregulieren solle, da sie die Menschen damit bevormunde und gerade den kleinen Betrieben erheblich schade.

 

Dies griff CDU-Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann auf: „Eine artgerechte Haltung der Tiere ist zwingender Bestandteil jedes landwirtschaftlichen Betriebes, und das Tierwohl ist extrem wichtig. Nicht umsonst ist dies elementarer Bestandteil der Arbeit und auch der Ausbildung von Landwirten.“

 

Der CDU-Landtagskandidat Christian Fühner sprach sich für eine Stärkung vernünftig handelnder Landwirtschaft aus. „Entscheidend ist doch nicht die Zahl der Tiere. Viel wichtiger ist, dass Familienbetriebe oftmals sehr gut ausgebildete, motivierte und moralisch handelnde Landwirte sind, denen man auch dankbar für ihre gute Arbeit sein sollte – sie sind es, die für hochwertige Lebensmittel sorgen."