CDU-Fraktion schlägt Prädikat „Fahrradfreundlicher Betrieb“ vor

Fahrradinfrastruktur soll verbessert werden

Lingen. Um den Radverkehr in der Stadt Lingen zu fördern und Anreize zum Umstieg aufs Fahrrad zu schaffen, schlägt die CDU-Stadtratsfraktion die Einführung eines Prädikats „Fahrradfreundlicher Betrieb“ vor. Ein gleichlautender Antrag soll in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses beraten werden.

 

„Zur Verbesserung der Verkehrssituation ist es wünschenswert, dass insbesondere bei Kurzstreckenfahrten ein Umstieg vom Individualverkehr auf das Fahrrad erfolgt“, erklärt CDU-Ratsmitglied Jürgen Herbrüggen als Initiator des Antrags. Um dies erreichen zu können, seien verschiedene Maßnahmen zur Attraktivierung des Radverkehrs sinnvoll.

 

Die Christdemokraten messen hierbei neben der Verbesserung des Wegenetzes auch der Parkinfrastruktur eine besondere Bedeutung zu. „Daher hat die Stadt Lingen (Ems) in den letzten Jahren viele öffentliche Fahrradabstellanlagen verbessert. Auch ist die Erstellung eines modernen Fahrradparkhauses geplant. Zudem wird bei neuen Bauprojekten von Seiten der Verwaltung die Fahrradsituation mit betrachtet“, heißt es in dem CDU-Antrag.

 

„Und trotzdem gibt es an verschiedenen Stellen in der Stadt unbefriedigende Parksituationen für Radfahrer“, so der CDU-Obmann für den Verkehrsausschuss, Thomas Wilbers. Ziel der Einführung des Prädikats „Fahrradfreundlicher Betrieb“ sei es, so CDU-Ratsherr Wilbers, einen weiteren Anreiz zu schaffen, in diesem Bereich Abhilfe zu erzielen. „Dieses Prädikat soll an Betriebe vergeben werden, die für ihre Mitarbeiter und Kunden eine gute Fahrradinfrastruktur vorhalten. Hierzu sollen Fahrradabstellanlagen in ausreichender Anzahl und eine vernünftige Zuwegung zu diesen vorhanden sein“, ergänzt Jürgen Herbrüggen die Intention des Antrages.

 

Die Fahrradabstellanlagen sollen dabei den Empfehlungen des ADFCs entsprechen. Geeignet seien zum Beispiel einfache Bügel in ausreichender Anzahl. Dazu wird die Verwaltung beauftragt, ein entsprechendes Logo zu schaffen und Betriebe auf Antrag mit dem Prädikat auszuzeichnen, wenn diese eine entsprechende Fahrradinfrastruktur vorhalten. Hierzu sollte ein Katalog mit entsprechenden Voraussetzungen erstellt werden.

 

Durch die Einführung des Prädikats erhofft sich die CDU-Ratsfraktion Vorteile nicht nur für die Betriebe, sondern auch für die Stadt Lingen (Ems) zwecks einer positiven Imagewirkung. Mit der Initiative soll außerdem eine klare Positionierung zur Fahrradfreundlichkeit in der Stadtöffentlichkeit erzielt werden. Ein weiterer positiver Aspekt ist laut CDU, dass diese Maßnahme zur Stärkung des Radverkehrs keine Nachteile für die anderen Verkehrsteilnehmer habe.