Christdemokraten auf Wolke 7

Besuch auf dem Flugplatz Nordhorn-Lingen

Lingen/Klausheide – Bei einem Besuch des Vereins „Vereinigung Aktiver Piloten“ und der Führung über das Areal des Flughafens in Klausheide im Rahmen des Ferienprogrammes der Lingener CDU ist laut einer Mitteilung der Christdemokraten deutlich geworden, wie viel Engagement erforderlich ist, um sich als Hobbypilot den „Traum vom Fliegen“ zu erfüllen.

 


 

 

Welche Aufgaben hat ein Beauftragter für Luftaufsicht im Tower? Wie viele Landebahnen gibt es? Was kostet der Start ab Klausheide? Jesco Gravemeier von der Vereinigung Aktiver Piloten (VAP) beantwortete bei der Führung unter dem Motto „Lingener Himmelsstürmer“, die im Tower begann, diese und viele weitere Fragen der rund 30 Gäste.

 

 

 


Aktives Vereinsleben im Luftsport


So teilen sich die vier Vereine Luftsportring Grenzland, Verein für Motorflug Klausheide, Luftsportverein Lingen und die Vereinigung Aktiver Piloten den Flugplatz Nordhorn-Lingen, bei dem die Städte Nordhorn und Lingen, die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland sowie die Segelflugvereine und Privatpersonen beteiligt sind.


Laut Jesco Gravemeier sei die besondere Lage im deutsch-niederländischen Grenzgebiet sowohl für die hiesige Wirtschaft als auch für Privatpersonen attraktiv. Immer mehr Unternehmen nutzen den Standort für die gewerbliche Fliegerei. Rund 70 Motorflugzeuge und 30 Segelflugzeuge sind in den diversen Hangars beheimatet. Beim VAP sind rund 170 Mitglieder aktiv und derzeit werden circa 50 Flugschüler ausgebildet.


Ein Blick zurück


Den Flugplatz würde es in Klausheide nicht geben, wenn der Industrielle Dr. Krupp von Bohlen und Halbach aus Essen die ungefähr vier Hektar große Heidefläche zwischen Nordhorn und Lohne im Jahr 1912 nicht gekauft hätte. Der Familie hat Klausheide seinen Namen zu verdanken. Hätten Sie es gewusst? Denn aus „Claus seine Heide“, Claus hieß der dritte Sohn des Paares Bertha und Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, wurde im April 1914 „Clausheide“. Die Chronik des Flugplatzes von damals bis heute lässt sich auf der VAP-Internetseite (www.vap-flugschule.de) nachlesen.

 

 

Technik, die begeistert


Zum Abschluss des Ferienprogramms wechselten die Gäste vom Tower in einen der Hangars. Dort empfingen der Oldtimerpilot Achim Dowengerds und weitere Fliegerfreunde die Gruppe. Sie zeigten ihnen einige Maschinen von vermutlich Deutschlands größter Flotte historischer Doppeldecker. Und spätestens, als Achim Dowengerds die Motorabdeckung eines Doppeldeckers vom Typ „Stampe“ öffnete, setzte sich die Fragestunde fort.