CDU: Ausbau der Kita-Plätze beschleunigen

Schaffung neuer Einrichtung vorgeschlagen – Verstärkter Nachfrage begegnen


Lingen. Die in der letzten Jugendhilfeausschusssitzung von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen und beschlossenen Maßnahmen, um den steigenden Bedarf an Kita-Plätzen abzudecken, geht der CDU-Stadtratsfraktion nicht weit genug. „Auf Dauer reichen diese Sonderlösungen nicht aus, weshalb wir auch ernsthaft über die Schaffung einer zusätzlichen Kindertagesstätte nachdenken müssen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Christdemokraten.

 

 

 

 

Bereits seit mehreren Jahren steigen die Anmeldezahlen in nahezu allen Kindertagesstätten Lingens. Bisher ist es der Stadt gemeinsam mit den Einrichtungen und Trägern gelungen, allen Kindern einen Betreuungsplatz zu bieten. In diesem Jahr geht die Verwaltung einen Schritt weiter und reagiert mit unkonventionellen Maßnahmen auf eine weiter steigende Nachfrage nach Kita- und Krippenplätzen.

 

„Wir merken, dass in der ganzen Stadt großer Druck im Kessel herrscht, um den jährlich zunehmenden Anmeldezahlen von Eltern, die ihre Kinder in eine Tagesbetreuung geben wollen, Herr zu werden“, stellt der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Björn Roth (CDU), fest. Trotz der in den letzten Jahren durchgeführten und mit hohem städtischen Anteil finanzierten Ausbaustufen genügten diese offenbar nicht. „Wir fordern daher, den Ausbau intensiver als bisher geplant voranzutreiben und zu beschleunigen, zusätzliche Betreuungsplätze zu schaffen und bei Bedarf auch eine weitere Tagesstätte in der Stadt zu schaffen, um der verstärkten Nachfrage zu begegnen“, so Roth.

 

Aus Sicht der CDU-Ratsfraktion belegen aktuelle Geburtenzahlen und die Prognosen für die kommenden Jahre, dass die derzeitigen Angebote in Lingen auf Dauer nicht ausreichten. „Der bisherige Ausbau war ein enormer Kraftakt für alle Beteiligten, aber wir müssen anerkennen, dass noch mehr getan werden muss“, unterstreicht Jugendhilfeausschuss-Mitglied Christian Fühner (CDU). Es reiche jedenfalls nicht aus, von Jahr zu Jahr mit eiligen Maßnahmen Lücken an Betreuungsplätzen zu füllen, denn „die letzten Reserven sind fast aufgebraucht.“

 

Für die nächste Jugendhilfeausschusssitzung am 06. September 2017 erwarten die CDU-Politiker einen umfassenden Bericht von Seiten der Stadtverwaltung, welche konkreten Vorhaben spätestens zum Kita-Jahr 2018/2019 umgesetzt werden können. Damit verbunden sein müsse eine Aktualisierung der städtischen Kita-Perspektivplanung und ein entsprechender Mittelansatz im Haushaltsentwurf 2018, heißt es in der CDU-Mitteilung abschließend.